TESTAMENTSVOLLSTRECKUNG – GERECHT UND TRANSPARENT

Der Testamentsvollstrecker ist ein Treuhänder des Erblassers. Er hat den Willen des Erblassers exakt umzusetzen und zwischen den Angehörigen, Erben, Pflichtteilsberechtigten und weiteren Gläubigern zu vermitteln.

Der zur Verschwiegenheit und Neutralität verpflichtete Testamentsvollstrecker wird entweder vom Erblasser im Testament benannt oder vom Nachlassgericht bestimmt. Er nimmt den Nachlass des Erblassers in seine Verwaltung, um dessen Wünsche gemäß Testament ordnungsgemäß abzuwickeln.

Der Verfahrensablauf ist mit der Tätigkeit des Nachlasspflegers vergleichbar. Der Nachlass wird gesichert und damit in Besitz genommen. Nach der Ermittlungsphase wird das Nachlassverzeichnis erstellt und an die Erben samt Belegen verschickt. Anschließend kann über den Fortgang entschieden werden und somit der Wunsch des Erblassers, der sich aus dem Testament ergibt, entsprechend umgesetzt werden. Die Erben werden dabei in regelmäßigen Zeitabschnitten über den Sachstand informiert und sofern möglich, zum Fortgang gehört. Damit ergibt sich für die Beteiligten eine hinreichende Transparenz über die Fallbearbeitung, die sich teilweise über Monate bis zu einigen Jahren hinziehen kann.

Die Dauer der Testamentsvollstreckung hängt in der Regel davon ab, welche Aufgaben der Testamentsvollstrecker zu erfüllen hat. Mit der Wertermittlung des Nachlasses, der Erstellung des Nachlassverzeichnisses sowie der Abgabe der Erbschaftssteuererklärung, ist die Aufgabe in den meisten Fällen noch nicht erledigt. So sind u. a. eventuell bestehende Forderungen zu prüfen und vor Auseinandersetzung zu begleichen, Steuerangelegenheiten zu klären, Nachlassgegenstände zu verwerten, oder es ist zwischen den Erben zu vermitteln und abschließend der Nachlass unter den Erben auseinanderzusetzen.

In der Praxis stellt sich immer wieder die Frage bezüglich der Höhe der Vergütung des Testamentsvollstreckers auf. Die gesetzliche Grundlage für den Vergütungsanspruch des Testamentsvollstreckers findet sich in § 2221 BGB:

„Der Testamentsvollstrecker kann für die Führung seines Amtes eine angemessene Vergütung verlangen, sofern nicht der Erblasser ein anderes bestimmt hat.“

Gerne stellen wir Ihnen eine ausführliche Erläuterung zur Höhe unserer Abrechnung zur Verfügung.